Die Salzstelle Hecklingen
Darstellung einer der derzeit bedeutendsten Binnenlandsalzstellen in Deutschland

 

Milchkraut - Glaux maritima; Aufn. Chr. Bank

  • Milchkraut - Glaux maritima; Aufn. Chr. Bank
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    Das Naturschutzgebiet „Salzstelle bei Hecklingen“ ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands.

    Mit Verordnung des Anhaltinischen Staatsministeriums vom 25. Januar 1926 unter Schutz gestellt, beherbergt das Gebiet eine der bedeutendsten Binnenlandsalzstellen Mitteleuropas.

    Anliegen dieser aktuell erschienenen Schrift, herausgegeben von der Fachgruppe Faunistik und Ökologie Staßfurt im September 2001, ist jedoch nicht nur die Beschreibung dieses Naturschutzgebietes. Ausgehend von der lokalen Geologie des „Salzlandes“ um die alte Salzstadt Staßfurt beleuchtet die Arbeit die Entstehung der Quellen salzigen Wassers, die gebietsweise Versalzung des Bodens und die Besiedlung dieser Sonderbiotope durch Pflanzen und Tiere während der jüngeren Erdgeschichte im Wechsel der Eiszeiten.

     

    Zonierung der Salzstelle bei Hecklingen; Aufn. Chr. Bank

  • Zonierung der Salzstelle bei Hecklingen; Aufn. Chr. Bank
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    Heimatkundlich werden die Literaturquellen bis zurück ins Jahr 1561 ausgewertet.

    Die Autoren versuchen, auf dieser Grundlage die Entwicklung der Salzstellen um Staßfurt, insbesondere der Salzstelle bei Hecklingen zu dokumentieren.

    Genauere Beschreibungen der Salzvegetation und Salzfauna datieren aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab diesem Zeitpunkt lässt sich die Entwicklung des Gebietes, Trockenlegungen ausgedehnter Sumpfbereiche und der zunehmende Einfluss der Landnutzung in der vorliegenden Arbeit fast lückenlos verfolgen.

    Auf der Grundlage von Originalzitaten aus Arbeiten der letzten 150 Jahre wird deutlich, wie der Zeitgeist mit diesen Sonderbiotopen umging, welche Bedeutung ihnen schon in der Zeit des naturkundlichen Aufbruchs zugemessen wurde und wie sich die Veränderungen der Salzbiotope vollzogen.

    Flügelsamige Schuppenmiere - Spergularia maritima; Aufn. Chr. Bank

  • Flügelsamige Schuppenmiere - Spergularia maritima; Aufn. Chr. Bank
  • Im Anhang der Arbeit wird in Auswertung umfangreicher Literatur und auf der Grundlage jahrelanger Erfassungen der Fachgruppenmitglieder und anderer Artspezialisten erstmalig für ein bedeutendes Naturschutzgebiet der gesamte Artenbestand der Pflanzen und der wichtigsten Tiergruppen zusammengefasst dargestellt.

    Das Heft wurde mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Umwelt und Naturschutz Sachsen-Anhalt hergestellt. Daher ist die Abgabe kostenfrei.

    Der Bezug ist über Karla Gruschwitz, Sodastraße 5, 39418 Staßfurt möglich. Bitte einen ausreichend frankierten A5-Umschlag beilegen. Eine kleine Spende in Form von Briefmarken wird gern entgegen genommen.