Auf "Foto-Safari"

Anlässlich eines Aufrufes an Interessenten, ihre gelungensten Fotos zu präsentieren, stellt die FG Faunistik u. Ökologie Staßfurt an dieser Stelle die Ergebnisse vor:

Telefotografie

 

 

Eine Kamera mit Wechselobjektiv ist fast schon Voraussetzung für diese Art der Fotografie. Zugegeben, mit etwas Geduld kann auch die ein oder andere Aufnahme entstehen, indem die zu fotografierende Art überlistet wird. Zumindest ist die Fluchtdistanz zu überwinden und muss man etwas näher herankommen, so dass die Tele-Einstellung der einfacheren Apparate möglicherweise ausreichend ist. Nicht zu vergessen sind auch die Digitalkameras der neuen Generation mit entsprechend extremen Brennweitenbereichen, wie sie z. B. Lumix bietet.

Auch gilt es, bestimmte Grundregeln einzuhalten. Diese sind vor allem Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Haben wir es in der Regel doch mit höher entwickelten Tieren zu tun, die überwiegend eine große Fluchtdistanz aufweisen (Bitte Rechtsgrundlage beachten). Kleiner Tipp: Oftmals ist das Auto ein sicher gut geeignetes und durchaus akzeptiertes Versteck.

Überwiegen wird in diesem Genre der Fotografie weitestgehend die Foto-Dokumentation. Weniger steht der künstlerische Ausdruck oder die Bildkomposition im Vordergrund. Insofern ist es deshalb anzuerkennen, wenn neben der qualitativ guten Darstellung auch noch die Ästhetik gelungen ist.

 

Männchen einer Blaupfeillibelle; U. Nielitz, Aschersleben
  • Detailansicht des Männchen einer Blaupfeillibelle, Uwe Nielietz, Aschersleben
  •  Uwe Nielitz, Aschersleben
    Es muss nicht immer ein Tier mit einer hohen Fluchtdistanz sein, wie sie z. B. Vögel oder Säugetiere aufweisen. Auch Insekten erfordern oft eine Teleausrüstung (mittlerer Brennweitenbereich zwischen 100 mm und 200 mm ausreichend), wie in diesem Foto von Uwe Nielitz aus Aschersleben, der eine Blaupfeillibelle (Orthetrum) im Detail abbildete.

    Im folgenden Bild kommt die klassische Telefotografie zum Tragen. Mit einem 300 mm Objektiv fotografierte Uwe Nielitz (Aschersleben) das Männchen eines Schwarzkehlchens. Diese Aufnahme erfüllt mehr den Zweck der Dokumentation, da zwar eine Konzentration auf den Vogel erfolgt, die Haltung jedoch unter ästhetischen Gesichtspunkten nicht gerade als ansprechend zu bezeichnen ist.

     

    Schwarzkehlchen; U. Nielitz, Aschersleben
  • Schwarzkehlchen, Männchen, Uwe Nielitz, Aschersleben
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    Rotfuchs; Wolfgang Hahn, Förderstedt
  • Rotfuchs, Wolfgang Hahn, Förderstedt
  •  Wolfgang Hahn, Förderstedt
    Hier hat Meister Reinecke Lunte gerochen. Zumindest ist ihm der Fotograf (Wolfgang Hahn, Förderstedt) in seinem Versteck (oder Auto) nicht ganz geheuer. Derartige Aufnahmen erfordern neben dem Zufall auch unbedingt ein Teleobjektiv zwischen 300 und 500 mm Brennweite.

     Christian Bank, Staßfurt
    Diese Aufnahme von Christian Bank aus Staßfurt verlangt es, die Aufmerksamkeit auf einen ganz anderen und im Eifer des Gefechtes gern übersehenen "Feind" des Fotografen zu lenken. Gern ist unser Gehirn bereit, sich das Bild so darzustellen, wie wir es gern haben möchten. Spiegelungen werden da ganz schnell "ausgeblendet". Sie zeigen sich erst, wenn wir das Bild mit hinreichendem Abstand und genügender Ruhe betrachten. Poölarisationsfilter sind im Nahbereich und auf dem Normalobjektiv durchaus präsent, im Telebereich aber eher nicht zugegen.

     

     

    Lachs; Chr. Bank, Staßfurt
  • Am Fluss der Lachse, Christian Bank, Staßfurt
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    Bienenfresser; S. Walter, Bernburg
  • Bienenfresser auf einer Sitzwarte, Siegfried Walter, Bernburg
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     Siegfried Walter, Bernburg
    Siegfried Walter hat sich zu einem großen Teil der Ornithologie verschrieben. Somit sind auch die fotografischen Leistungen mehr in dieser Richtung zu finden. Auch bei der klassischen Vogelfotografie kann man sich oftmals kleiner Tricks bedienen, die die Chance auf ein gutes Foto oft erheblich verbessern. In diesem Fall war es eine Sitzwarte, die den überwiegend südlich verbreiteten Vogel, der in den letzten Jahren vermehrt nach Norden dringt, zum Anflug verleitet.

    In der Tierfotografie überwiegt vielfach die dokumentarische Aufnahme. Nur begrenzt hat man sowohl hinsichtlich des Aufnahmestandpunktes und der Ausleuchtung eine uneingeschränkte Wahlmöglichkeit. Das Versteckzelt und die gewöhnlich Stunden dauernde Ansitzzeit diktieren so die Voraussetzungen für die Fotos. Manchmal gelingen sicher auch Schnappschüsse, wenn wie hier der Jagdtrieb des Rohrweihen-Männchens die Aufmerksamkeit voll und ganz in Anspruch nehmen.
    Diese, wie auch die vorherige Aufnahme entstanden mit einer Nikon D 200.

     

    Rohrweihe; S. Walter, Bernburg
  • Jagende Rohrweihe, Siegfried Walter, Bernburg
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