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Staßfurt, eine kleine Stadt an der Bode südlich von Magdeburg gelegen, wurde bekannt durch die weltweit erste Kalisalzgewinnung. Naturbedingt treten im näheren Umkreis salzhaltige Wässer an den Tag, die zur Bildung von bedeutenden Binnenlandsalzstellen mit einer bemerkenswerten Flora und Fauna führten. Die Erfassung, Analyse und Dokumentierung dieser Lebensräume (als auch darüber hinaus des weiteren Umfeldes) und ihrer Bewohner war das erklärte Ziel einiger naturinteressierter Ornithologen, Entomologen sowie Botaniker, die sich zusammen fanden und am 11. Juni 1971 die Fachgruppe „Faunistik und Ökologie“ im damaligen Kulturbund der DDR gründeten. Allein die Wahl des Namens war als Programm zu sehen. So sollten mit interdisziplinärer Sichtweise die Interessen der einzelnen Fachgruppen-Mitglieder gebündelt und sollte ein umfassender Beitrag zur Erforschung der Region gegeben werden. Dieses Konzept hat sich bis heute bewährt, so dass wir inzwischen auf ein über dreißigjähriges Bestehen zurückblicken können. |
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Das Wirken der Fachgruppe soll nachstehend unter Berücksichtigung einzelner Etappen und Abschnitte näher dargestellt werden:
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Die 70er Jahre waren noch gekennzeichnet von zahlreichen ornithologischen Aktivitäten, da ein überwiegender Teil der Gründungsmitglieder in der vorher existierenden ornithologischen Arbeitsgrupe tätig war. Aber auch in herpethologischer Sicht waren Aktivitäten zu verzeichnen. Zum Ende dieses Jahrzehnts gelangte dann die entomologische Tätigkeit in den Vordergrund.
Erfassungen der limnischen Bioindikatoren (Libellen, Wasserkäfer, Wasserwanzen) sowie gefährdeter Lebensräume standen im Mittelpunkt des Wirkens der 80er Jahre. Hauptsächlich die Moorbereiche des damaligen Bezirkes Magdeburg in der Altmark und im Oberharz wurden intensiv bearbeitet. Hinzu kam dann noch die bezirksweite Erfassung der Hornissen-Vorkommen sowie die Intensivierung der Ektoparasiten-Erfassung.
Nach der politischen Wende wurde die Fachgruppe intensiv einbezogen in die Erstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen. Die während der letzten Tage der DDR durch die Modrow-Regierung naturschutzrechtlich ausgewiesenen Schutzgebiete benötigten eine umfassende Dokumentation und Bestandserfassung sowie der Schutzzweckbestimmung nach bundesdeutschem Recht.
über dreißig Jahre Fachgruppentätigkeit hinterlassen Spuren. Wo ist er hin, der Elan vergangener Jahre. Alles nur auf eine inzwischen realisierte Umwandlung des politischen Systems oder einfach nur dem zunehmenden Alter zu schieben, dürfte etwas zu einfach sein. Und so ist zu konstatieren: Es ist nicht nur nicht gelungen, den Nachwuchs zu begeistern, auch die eigene Begeisterung lässt etwas nach. Aber dennoch waren Aktivitäten der FG, die im Einzelnen den Seiten dieses Internetangebotes zu entnehmen sind, zu verzeichnen. Dazu gehörte auch, dass im Jahr 2001 das 30-jährige Bestehen mit einer Tagung begangen wurde. Einzelheiten dazu sind hier... zu entnehmen. Aber es gab nicht nur angenehme Dinge. Die ersten Jahre des neuen Jahrtausends hielten auch traurige Ereignisse für uns bereit. So wurden wir plötzlich mit dem Ableben unserer FG-Leiterin Karla Gruschwitz konfrontiert. Ein Ereignis, das ganz intensiv Spuren hinterließ. Allen Widrigkeiten zum Trotz wurde im Jahr 2006 das 35-jährige Bestehen der FG, wiederum mit einer kleinen Tagung (Kurzbeiträge hier...) gefeiert. Tagungsimpressionen finden Sie hier...
D. Spitzenberg |
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