Bereits während der intensiven Beschäftigung mit den Uferschwalben reizte uns deren Befall mit Ektoparasiten. Dieses war einer der Gründe für eine entomologisch orientierte Betätigung. Gerade die Ektoparasiten sollten für lange Zeit ein Schwerpunkt der Tätigkeit sein (und sind es noch immer). Insbesondere Dr. J. Müller widmete sich ihr ganz besonders (Weiterführend hierzu www.laus-miller.de).

Hornisse beim Nestbau; Aufn. D. Spitzenberg

  • Hornisse beim Nestbau
  • Bei den zahlreichen Exkursionen der Fachgruppe fielen uns immer wieder Ansiedlungen der Hornisse (Vespa cabro) auf. Dieses sollte Anregung sein, eine umfassende Bestandsaufnahme im damaligen Bezirk Magdeburg zu initiieren. Mit umfassender Beteiligung der Öffentlichkeit (Aufrufe im Rundfunk) konnte alsbald ein Bild zur Verbreitung dieser größten Wespenart gewonnen werden.

    Auch hier kann weiterführend auf www.laus-miller.de verwiesen werden.

    Die Ergebnisse dieser Bestandserfassung wurden auch in Fachzeitschriften publiziert:

  • MÜLLER, J. (1983): Aufruf zur DDR-Aktion Hornisse 1983. - Ent. Nachr. Ber. 27 (2): 93.
  • MÜLLER, J. (1983): Endergebnis "Aktion Hornisse 1982". - Mitt.-Bl. GNU Magdeburg. 3: 29-33.
  • MÜLLER, J. (1985): Bemerkungen über das durch die Anpassungsfähigkeit und synanthrope Siedlungsweis der Hornisse (Vespa cabro L.) bestehende Restrisiko für den Menschen im urbanen Bereich. - Tag.Ber. 2. Leipz. Symp. urb. Ökol. 56-58.
  • Mit der verstärkten Zuwendung zur Entomologie erfolgte dann auch eine Orientierung auf limnische Insekten. Hier war es vor allem die Funktion verschiedener Insekten-Familien (Libellen, aquatische Käfer, Wasserwanzen) als Bio-Indikator, der unsere Aufmerksamkeit galt. In Verbindung mit der Bearbeitung wertvoller und gefährdeter Lebensräume verlagerte sich die Tätigkeit auf bestimmte Moorbereiche der Altmark (Jeggauer Moor, Jävenitzer Moor, Mahlpfuhler Fenn) des Harzes (Brockenmoore) sowie auf den Schollener See.

    Schollener See; Aufn. D. Spitzenberg 1984

  • Der Schollener See - Blick vom “Gütschow” westlich des See
  • Die Untersuchungen im Brockengebiet des Harzes

    Umfangreich waren somit auch die Auswertungen der bei den zahlreichen Exkursionen gewonnenen Erkenntnisse. Sie fanden in verschiedenen Publikationen ihren Niederschlag.

  • MÜLLER, J. (1981): Die grüne Keiljungfer Ophiogomphus serpentinus im NSG Mahlpfuhler Fenn (Ins., Odonata). - Abh. Ber. Mus. Naturkd. Vorgesch. Magdeburg XII (4): 85-86.
  • MÜLLER, J. (1984): DDR-Erstnachweis der Späten Adonislibelle Cerioagrion tenellum (DE VIL.) im NSG Mahlpfuhler Fenn, Kreis Tangerhütte (Bez. Magdeburg). - Faun. Abh. Mus. Tierk. Dresden 12 (3): 39-43.
  • MÜLLER, J. (1987): Zum Vorkommen der Alpensmaragdlibelle (Somatochlara alpestris) und Arktischen Smaragdlibelle (Somatochlora arctica) in den Hochmooren des NSG Oberharz. 6. Beitrag der FG "Faunistik u. Ökologie" Staßfurt zur Insektenfauna der NSGe im Bez. Magdeburg. - Mitt.-Bl. GNU Magdeburg. 5: 76-79.
  • MÜLLER, J.; LOTZING, K.; CIUPA, W.; CONRAD F. & D. SPITZENBERG (1982): Beiträge zur Insektenfauna der Naturschutzgebiete im Bezirk Magdeburg. 1. Einleitung und Libellenfunde (Odonata) am Schollener See (Kreis Havelberg). - Naturschutzarb. Bez. Halle, Magdebg. 19 (1): 25-38.
  • MÜLLER, J.; SPITZENBERG, D. & K. LOTZING (1982): Entomofaunistische Notizen aus dem Einzugsbereichen der Ohre (Kreise Klötze, Haldensleben, Wolmirstedt) und des Tanger (Kreis Tangerhütte). - Jhrh. Kreismus. Wolmirstedt 6: 3-18.
  • SPITZENBERG, D. (1985): Beiträge zur Insektenfauna der Naturschutzgebiete im Bezirk Magdeburg. 2. Aquatile Coleopteren der Naturschutzgebiete Jeggauer Moor, Jävenitzer Moor und Mahlpfuhler Fenn. - Abh. Ber. Mus. Naturkd. Vorgesch. Magdeburg XII (6): 59-66.
  • SPITZENBERG, D. (1987): Die aquatilen Coleopteren des Naturschutzgebietes "Schollener See". 3. Beitrag der FG "Faunistik u. Ökologie" zur Insektenfauna der NSGe im Bez. Magdeburg. - Abh. Ber. Mus. Naturkd. Vorgesch. Magdeburg XIII: 77-84.
  • SIEEC Kiew 1988 - Exkursion; Aufn. D. Spitzenberg

  • Intern. Symposium für Entomologie, SIEEC Kiew 1988 - Auf Exkursion
  • Ein besonderes Ereignis für die Mitglieder der Fachgruppe war die Teilnahme am Internationalen Symposium für Entomologie in Gotha 1986 und in Kiew 1988. Die sehr gut gelungenen Veranstaltungen waren der berühmte Blick über den Tellerrand hinaus, den wir ja ohnehin schon immer versuchten. Zahlreiche Kontakte konnten geknüpft werden, interessante Anregungen wurden aufgegriffen und unserer weiteren Arbeit verliehen diese Treffen beflügelnde Impulse. Gern denken wir an das hervorragende Ambiente im Gothaer Naturkundemuseum und an die Exkursionen in Schutzgebiete bei Kiew zurück.

    Mit der politischen Wende des Jahres 1989 eröffneten sich dem Wirken der Fachgruppe völlig neue Möglichkeiten.

    Wie die Geschichte der Fachgruppe weiter geht erfahren Sie hier