Kommentierte Artenliste

Thymelicus sylvestris (Poda, 1761)
Diese Dickkopffalterart stellt eine weit verbreitete Tagfalterart dar, welche ihre Hauptfluggebiete in sonnigen  Wiesen und grasreichen Weg- und Feldrändern hat. Die Raupenfutterpflanzen der Art bestehen aus Grasarten. Innerhalb des NSG ist die Art vereinzelt in den Uferbereichen am Hauptgraben anzutreffen.

Ochlodes venatus (Bremer &. Grey, 1853)
Aus der Familie der Dickkopffalter wurde Ochlodes venatus vereinzelt in den trockenen Grünlandbereichen am Gebietsrand des NSG gefunden. Die Art ist in Ostdeutschland allgemein verbreitet und sonst fast überall zahlreich anzutreffen. Die Futterpflanzen der Raupen bestehen aus verschiedenen Grasarten.

Papilio machaon (Linnaeus, 1758)
Als guter und ausdauernder Flieger war die Art im NSG „Salzstelle bei Hecklingen"  zu erwarten. Besonders in den hochstaudenreichen Gebieten ist die Art heimisch. Allerdings waren jährliche Schwankungen der Häufigkeit der Art festzustellen.

Colias hyale (Linnaeus, 1758)
Die Hauptfutterpflanze der Raupe ist Luzerne, welche auf Landwirtschaftsflächen in der Umgebung des Naturschutzgebietes gelegentlich als  Kultur angebaut wird. Mit jährlichen Häufigkeitsschwankungen war die Art innerhalb des NSG vereinzelt anzutreffen.

Pieris brassicae (Linnaeus, 1758)
Die Art besiedelt vorzugsweise Grünlandbereiche und Wegränder innerhalb des NSG. Hier war sie in allen Jahren häufig festzustellen.

Pieris rapae (Linnaeus, 1758)
Häufig in allen Bereichen des NSG. Eine der am regelmäßigsten und häufigsten auftretenden Arten.

Pieris napi (Linnaeus, 1758)
Die Art ist ständig sowohl innerhalb des NSG als auch in seiner Umgebung häufig anzutreffen.

Pontia daplidice (Linnaeus, 1758)
Die Art konnte bisher nur einmal (1999) als Einzelexemplar nachgewiesen werden. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um ein zugeflogenes Stück von außerhalb des NSG. In der weiteren Umgebung des NSG kann die Art regelmäßig in geringer Anzahl beobachtet werden.  Eine mögliche Arttrennung von P. daplidice und P. edusa wurde hier nicht  berücksichtigt.

Inachis io (Linnaeus, 1758)
Die Art zählt in Deutschland zu den überall anzutreffenden Tagfalterarten. Die Raupen  leben an der Großen Brennessel (Urtica dioica). Die ersten 4 Raupenstadien leben gesellig an der Futterpflanze. Danach erfolgt eine Vereinzelung der Tiere. Die Falter bilden normalerweise 2 Generationen pro Jahr. In den mit Brennesseln durchsetzten Gebietsteilen des NSG war Inachis io häufig zu finden.

Vanessa atalanta (Linnaeus, 1758)
Ebenfalls ein Zuwanderer aus Südeuropa ist der Admiral. Besonders im Spätsommer sind die Falter an überreifem Obst zu finden. Der Admiral konnte nur vereinzelt an Distelblüten nachgewiesen werden.

Cynthia cardui (Linnaeus, 1758)
Diese Tagfalterart ist ein Zuwanderer aus Südeuropa. Im Frühjahr wandern die Tiere über die Alpen in unseren Raum ein und bilden hier eine meist sehr individuenreiche Nachfolgegeneration. Die Art war meist recht häufig zu registrieren,  1996 kam es zu einem regelrechten Massenvorkommen.

Aglais urticae (Linnaeus, 1758)
Der Falter ist vereinzelt, aber regelmäßig in den mit Großer Brennessel  (Urtica dioica) durchsetzten Gebietsteilen zu beobachten. Die Raupen werden zu weilen häufig auf den Futterpflanzen gefunden.

Issoria lathonia (Linnaeus, 1758)
In geringer Anzahl war der Kleine Perlmutterfalter im NSG zu registrieren. Er stellt eine allgemein weit verbreitete Art dar, welche auch für das Untersuchungsgebiet zu erwarten war.

Clossiana dia (Linnaeus, 1767)
Der Falter wurde 1999 erstmalig innerhalb des NSG „Salzstelle Hecklingen" gefunden. Am 05.07.1999 konnten 3 Falter am Rande des NSG, angrenzend an Ackerflächen, in einer hauptsächlich aus Kratzdistel , Klette und Brennessel bestehenden Vegetation festgestellt werden.

Melanargia galathea (Linnaeus, 1758)
Im Bereich des NSG werden vor allem Grünlandbereiche besiedelt. Hier war die Art eine der häufigsten Tagfalter des Gebietes.

Maniola jurtina (Linnaeus, 1758)
Besiedelt werden vor allem Grünlandbereiche. Die Art zählt zu den allgemein und weit verbreiteten Tagfalterarten, deren Raupenfutterpflanzen aus Grasarten bestehen. Für die Falter ist das Vorkommen blühender Stauden als Nahrungsgrundlage von Bedeutung.

Aphantopus hyperantus  (Linnaeus, 1758)
Häufig und regelmäßig innerhalb des NSG anzutreffen. Die Raupen der Art leben überwiegend an Grasarten. A. hyperantus kann in günstigen Jahren bis zu 3 Generationen ausbilden, welche sich teilweise überschneiden. Die Art zählt zu den häufigsten Tagfalterarten in Deutschland und ist gegenwärtig einer der wenigen Tagfalterarten, welche nicht von einem deutlichen Rückgang der Individuendichte betroffen ist.

Coenonympha pamphilus (Linnaeus, 1758)
Der absolut häufigste Tagfalter des NSG war der Kleine Heufalter. Seine Raupen leben überwiegend an Grasarten. Der Kleine Heufalter kann in günstigen Jahren bis zu 3 Generationen ausbilden, welche sich teilweise überschneiden.

Lasiommata megaera (Linnaeus, 1767)
Die Raupenfutterpflanzen der Art sind Weichgräser, welche im Ackerrand- und Wegrandbereich des NSG „Salzstelle Hecklingen" zu finden sind. Die Falter sind vorwiegend auf trockenen bzw. steinigen Örtlichkeiten anzutreffen.

Heodes virgaureae (Linnaeus, 1758)
Diese Art ist  in Deutschland allgemein verbreitet. Sie besiedelt vorwiegend feuchte Wiesenbiotope. Die Futterpflanzen der Raupen sind verschiedene Ampferarten (Rumex). Durch Melioration zahlreicher ursprünglicher Grünlandbereiche ist die Art in letzter Zeit an vielen Stellen selten geworden. Im NSG konnte die Art nur 1999 vereinzelt im Bereich der Grünlandflächen im Ostteil des Gebietes und am Hauptgraben gefunden werden.

Polyommatus icarus (Rottemburg, 1775)
Als einzige Bläulingsart konnte im NSG der Hauhechelbläuling recht häufig nachgewiesen werden. Besiedelt werden die Bereiche mit grasiger Vegetation.