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NSG Stauberg b. Breitenrode 1991, hochmoorähnliche Moorflächen umgeben von Kiefern- und Birken |
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Mit der vorgenommenen Ausweisung des Drömling, eines mit zahllosen Gräben durchzogenen landwirtschaftlich genutzten Niedermoorgebietes westlich Gardelegen, als Naturpark im Jahre 1990 machte sich die Erstellung eines Pflege- und Entwicklungsplanes für dieses Gebiet erforderlich. Die Fachgruppe Faunistik und Ökologie Staßfurt hat deshalb in den Jahren 1991 bis 1994 Bestandserfassungen und Untersuchungen durchgeführt, die sowohl als eigenständige Arbeiten vorliegen als auch in den Pflege- und Entwicklungsplan einflossen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde auch zielgerichtet die aquatische Coleopterenfauna untersucht.
Kurze Gebietscharakteristik: Die ca. 320 km² große Drömlingsniederung wird als ein eigenständiger Landschaftsteil verstanden. Das in einer Senke (55-58 m ü. NN) liegende Gebiet weist umfangreiche Niedermoorgebiete mit einer Mächtigkeit von 1 bis 2 m auf. Mit der Urbarmachung dieser Landschaft (Instruktion Friedrich II. aus dem Jahre 1770) entstand eine Vielzahl von Entwässerungsgräben unterschiedlichster Ausprägung. Kleinere Stichgräben (im Sommer oftmals austrocknend), größere Hauptvorflutgräben und die um 1970 entstandenen breiten Gräben, die auch für
fischereiliche Zwecke genutzt wurden. Hinzu gesellen sich temporäre oder perennierende Tümpel und Weiher sowie Reste einstiger Moorflächen, die durchaus hochmoorähnlichen Charakter tragen können (Naturschutzgebiet Stauberg). Zeitweise Überstauungen im Frühjahr und auch nach ergiebigen Niederschlägen sind ebenso kennzeichnend wie extreme Austrocknungen.in den Hochsommermonaten.
Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit der im Drömling vorhandenen limnischen Lebensräume (stehend bis schwach fließend, Gewässertiefen zwischen 10 cm und 1,5 m, z. T. im Sommer austrocknend) ist eine durchaus heterogenes Artenspektrum aquatischer Coleopteren zu verzeichnen.
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Entwässerungsgraben mittlerer Breite am NSG Stauberg 1992 |
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Die hinsichtlich der aquatischen Coleopterenfauna erfolgten Untersuchungen (siehe Literaturzitate) sind allerdings noch nicht zusammenfassend ausgewertet. Das vorgefundene Artenspektrum wird nachstehend dargestellt. Anzumerken ist aber bereits an dieser Stelle, dass Herr R. Kratz in seiner Dissertationsarbeit (Uni Braunschweig, 1992, Ökologische Untersuchungen am Grabensystem des Drömlings zur Eignung der Schwimmkäfer als Indikator- und Zielartengruppe für die Bewertung von Feuchtgebieten und dort durchgeführten biotopverbessernden Maßnahmen) die Arten Colymbetes paykulli und Rhantus latitans als für den (westlichen) Drömling nicht selten anführt, eigene Untersuchungen im sachsen-anhaltischen Teil des Drömling den Nachweis dieser
Arten allerdings nicht bestätigen konnten.
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