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Wasserkäfer der Ecker und Nebenbäche im Nationalpark Hochharz
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Angeregt durch die von Mathias Hohmann (LHW Dessau/Wittenberg) und Mario Brauns (IGB Berlin) im Jahr 2005 vorgenommenen Untersuchungen zum Makrozoobenthos der Ecker mit ausgewählten Nebenbächen an der niedersächsischen Grenze des Nationalparks Hochharz eröffnete sich die Möglichkeit, auch gezielt nach aquatischen Koleopteren zu suchen. Während von M. Hohmann und M. Brauns im Rahmen dieser Untersuchungen der Schwerpunkt auf die Ordnungen der Plecoptera (Steinfliegen), Trichoptera (Köcherfliegen) und Ephemeroptera (Eintagsfliegen) gelegt wurde, konnte durch die Teilnahme an zwei Exkursionen gezielt ein Augenmerk auf die Besiedlung der untersuchten Gewässer mit aquatischen Käfern gelegt werden. Im Eckertal unterhalb des Eckerstausees wurden fünf Gewässer mit jeweils einer Probestelle in das Monitoring integriert: Das vom Verfasser nachgewiesene Spektrum der aquatischen Koleoptera beinhaltet derzeit 25 Arten (11 Dytiscidae, 4 Hydrophilidae, 5 Hydraenidae und 5 Elmidae). Besonders interessant erscheint dabei das den Quellbereich des Kaltenborn besiedelnde Artenspektrum der Gattung Hydroporus (Dytiscidae). Hier sind es die ausgesprochen kaltstenothermen und teils krenophilen bis semisubterranen Arten Hydroporus nigrita, H. ferrugineus, H. longulus, H. longicornis und H. kraatzii (!), die einer besonderen Beachtung verdienen. Nachstehend die zwei bemerkenswertesten Funde dieser Exkursionen:
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Bei den Aufsammlungen im Quellbereich des Kaltenbornbaches fand sich überraschend die bereits von PETRY 1914 in seiner Veröffentlichung "Über die Käferfauna des Brockens" aufgeführte Art Hydroporus kraatzii SCHAUM, 1868 (Dytiscidae). Seitdem PETRY diese montane Art für das Quellgebiet der Brockenkuppe sowie das Wormketal unterhalb des Hohnegebietes nannte, gab es trotz intensiver Suche, vor allem in der Mitte der 1980er Jahre durch SPITZENBERG, keine weiteren Funde mehr im sachsen-anhaltischen Harz. Somit kann diese Art nach mehr als 90 Jahren erstmals wieder bestätigt werden.
Während Nachweise der Käferart Elmis latreillei (BEDEL, 1878) (Elmidae) im Jahr 1999 durch SPITZENBERG in unmittelbarer Nähe der Eckertalsperre auf der niedersächsischen Seite des Harzes gelangen, stand der Nachweis dieser Art für Sachsen-Anhalt noch aus. Mit dem Vorkommen war aber sehr wahrscheinlich zu rechnen. BRAUNS und HOHMANN gelang nun bei ihren Untersuchungen mehrfach der Nachweis in den wenig versauerten Zuflüssen zur Ecker. Die untersuchten Bereiche befanden sich ausschließlich in den Gesteinsformationen des Gabro und des Eckergneises nördlich des Brockenmassives (Granit). Auch vom Verfasser konnte die Art in diesen Gewässern zwar vereinzelt, aber stetig nachgewiesen werden. Eine zusammenfassende Darstellung wird in nächster Zeit erarbeitet. Wir werden darüber dann detailliert berichten. Dietmar Spitzenberg, 12.09.2005
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