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Aufgelassener Torfstich im NSG Jävenitzer Moor bei Gardelegen Mitte der 1980er Jahre |
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In den Jahren 1981 bis 1983 wurden drei Moor-Naturschutzgebiete des Landschaftsbereiches Altmark (nördl. Sachsen-Anhalt) hinsichtlich der aquatischen Coleopterenfauna stichprobenartig untersucht. Es waren dies das Jävenitzer Moor, das Mahlpfuhler Fenn und das Jeggauer Moor.
Mit diesen Erfassungen sollte zum damaligen Zeitpunkt ein Beitrag geleistet werden, die im “Handbuch der Naturschutzgebiete der Bezirke Magdeburg und Halle aufgezeigten Lücken im Kenntnisstand zu schließen. Die Auswahl von drei Moorgebieten trägt dabei dem spezialisierten Ökosystem Rechnung.
Jävenitzer Moor: Antropogen beeinflusstes Hochmoor (Torfabbau anfangs des 20. Jhrh.) 5 km südöstl. der Stadt Gardelegen, in einer flachen Mulde gelegen (65 m ü. NN). Verlandende Torfstiche und Hochmoorreste mit mesotrophem und hochmoorähnlichem Charakter, in der Renaturierung begriffen. Umgeben von Birken-, Eichen-Birken- und Kiefern-Fichten-Wald
Mahlpfuhler Fenn: Typisches Durchströmungsmoor 1 km nordwestl. der Ortschaft Uchtdorf bei Tangerhütte. Natürliche, weitgehend unberührte Zwischen- sowie Hochmoorkomplexe ca. 45 m ü. NN. Umgeben von Eichen-Kiefern-Wäldern sowie Stieleichen-Birken-Wäldern auf nährstoffarnmen Standorten.
Jeggauer Moor: Mesotrophes Niedermoor im nördlichen Drömling bei Trippigleben, Jeggau, in dem atlantische Florenelemente deutlich hervortreten. Teilweise als Weide genutztes Moor mit zahlreichen Gräben und einem kleinen Waldkomplex. Als Vorfluter fungiert der Flötgraben, der in südwestliche Richtung in Friedrichskanal und Ohre entwässert. Ausführliche Beschreibungen sind dem Handbuch der Naturschutzgebiete des Landes Sachsen-Anhalt zu entnehmen.
Insgesamt konnten 76 Arten nachgewiesen werden, wobei in allen drei Mooren lediglich 10 Arten (=13%) gemeinsam vorkamen. In den Moorkernen des Jävenitzer Moores und des Mahlpfuhler Fenn kamen gemeinsam 23 Arten (=30 %) vor.
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Im Jeggauer Moor anzutreffen, die Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) |
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Es wird eingeschätzt, dass das vorhandene Artenspektrum im Wesentlichen erfasst werden konnte. Den Stellenwert heimischer Moore als inselartiges Verbreitungsgebiet nördlicher Arten belegen z. B. Funde von Colymbetes paykulli und Hydroporus fuscipennis.
Als bemerkenswerte Begleitfauna (Odonata) wäre zu nennen: Coenagrion lunulatum, Coenagrion hastulatum (Jeggauer Moor), Orthetrum coerulescens (Jävenitzer Moor), Ceriagrion tenellum und Ophiogomphus serpentinus (Mahlpfuhler Fenn).
[Nachgewiesenes Artenspektrum der aquatischen Käfer]
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